Jahreshauptversammlung: 2018 wieder mehr als 300 Einsätze Drucken
Dienstag, den 26. Februar 2019 um 06:53 Uhr

Das Jahr 2018 war ein einsatzreiches Jahres für die Feuerwehr Delitzsch. Dazu wurde am 1. Februar in der Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen.

Insgesamt waren im Jahr  2018 329 Einsätze zu absolvieren, auch 2017 stand am Ende diese hohe Zahl in der Einsatzbilanz. „Als Schwerpunktaufgaben haben sich mit fast 50 Prozent Technische Hilfeleistungen herauskristallisiert“, so Wehrleiter Andreas Pradel. Darunter zählen Verkehrsunfälle, Tragehilfen, Sturmschäden, Türnotöffnungen. Die restlichen 50 Prozent fallen auf Brände, Brandmeldeanlagen, Ölspuren.

Den Jahresüberblick 2018 können Sie sich hier als PDF ansehen. 

Ob nun Sturm Friederike im Januar, der Wintereinbruch im März oder der lange heiße Sommer mit etlichen Feldbränden – das Klima hatte die Region und damit die Kameraden fest im Griff. „Insgesamt sind wir zu 29 Feld- und Waldbränden gerufen worden. Ein Großteil der Einsätze führte in benachbarte Kommunen, die unsere Hilfe dankend angenommen haben“, zog Wehrleiter Andreas Pradel weiter Bilanz, „solche Einsätze bedürfen von Beginn an einem großzügigen Kräfte- und Mittelansatz, um die unkalkulierbare Ausbreitung zu verhindern.“ Die Ursachen für die hohe Anzahl an Vegetationsbränden sind unterschiedlich und beginnen bei Fahrlässigkeit durch Zigarettenkippen und enden bei Brandstiftungen.

Natürlich zählte auch der Brand in der Sortieranlage der Kreiswerke zu einem der größten Einsätze im vergangenen Jahr. An diesem Einsatz waren insgesamt 194 Einsatzkräfte aus 20 Feuerwehren beteiligt. Gegen 17 Uhr und nach etwa acht Stunden Einsatz konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Im letzten Quartal des Jahres galt es noch mehrere Übungen im Umland bzw. direkt in Delitzsch zu absolvieren.

„Das letzte Jahr war nicht nur ein einsatzreiches Jahr, es war auch ein Jahr, welches uns emotional stark beschäftigte“, betonte Wehrleiter Andreas Pradel. Über mehrere Monate haben die Feuerwehrleute miterlebt, wie Kamerad Harry einen ungleichen Kampf gegen seine Erkrankung geführt hat und ihn schließlich im Alter von nur 66 Jahren verlor.

„Trotz oder gerade wegen dieser Ereignisse war es wichtig, Abstand vom Feuerwehralltag zu gewinnen“, betonte Andreas Pradel weiter. Im August wurde zum Beispiel eine Familienradtour um die Goitzsche durchgeführt. Insgesamt soll bei allen Belastungen der Spaß innerhalb der Mannschaft nie zu kurz kommen.

Die Mannschaft wächst: Ein Novum im letzten Jahr war die erstmalige Durchführung eines Kompaktlehrganges für den Grundlehrgang, er wurde innerhalb von sechs Tagen und zwei Wochenenden durchgeführt. Dadurch konnten innerhalb kürzester Zeit Kameradinnen und Kameraden die Ausbildung zur Feuerwehrfrau/mann absolvieren, 4 neue Aktive hat die Feuerwehr Delitzsch dadurch bekommen. Mit statistisch 60 Kameraden und einem Durchschnittsalter von 37 Jahren ist die Feuerwehr Delitzsch im Moment relativ gut aufgestellt. „Wir alle aber wissen, dass auch die Feuerwehr einer entsprechenden Fluktuation ausgesetzt ist und nicht jeder das Engagement an den Tag legt, welches von ihm erwartet wird bzw. anderweitige Umstände eine regelmäßige Dienstbeteiligung verhindern“, sagte Andreas Pradel. Der harte Kern der Kameraden  bestehe aus etwa zwei Drittel der Aktiven. Daher ist die Feuerwehr Delitzsch auf neue Kameraden angewiesen. „Wir kämpfen um jeden Kameraden. Unsere Zukunft kann nur aus einer starken Jugendfeuerwehr kommen. Die Betreuer leisten einen tollen Job und deren Tätigkeit ist nicht hoch genug zu schätzen“, so Andreas Pradel. Infos zur Mitgliedschaft erhalten Sie über diese Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Alle Fotos: Christine Jacob